Zwischen Erinnerung und Transformation
Im Zentrum von Selma Selmans opernhafter Performance steht die Demontage einer Mercedes-Benz S-Klasse, die sie ihrem Vater vor zwei Jahren zum 60. Geburtstag schenkte und nach seinem kürzlichen Tod erbte. Einst Ausdruck von Emanzipation und Freiheit, wird das Auto zum Erinnerungsstück und verweist auf eine Ökonomie, die Selmans Leben und künstlerische Praxis prägt. Auch in ihrer Malerei nutzt sie ausrangierte Gegenstände wie Autos und Satellitenschüsseln als Träger persönlicher Geschichten. Die Demontage wird zum Ritual des Übergangs: Das Auto ist nicht länger der kostbare Besitz des Vaters und noch kein Kunstwerk. Begleitet wird Selman von der Opernsängerin Natasa Tasic Knezevic, dem Tontechniker Dauwd, einem Cellisten sowie ihrem Performer-Team mit Muhamed Selma, Meho Husic und Andreas Ritt.
Die Performance wird in Zusammenarbeit mit dem Schauspielhaus Zürich und der Mercedes-Benz Collection organisiert.