Wenn Alltagsobjekte aus der Form geraten

Ein riesiges Eiscornet, ein erschlaffter Lichtschalter aus Stoff oder eine überdimensionale Pistole – bei Claes Oldenburg (1929, Stockholm – 2022, New York) wird die Welt so fremd wie bei «Alice im Wunderland». In Zeiten von Klimawandel und politischem Umbruch bleibt der Pop-Art-Pionier Oldenburg aktuell und kann heute dazu anregen, Konsum, Wert und unsere Beziehung zu Alltagsobjekten neu zu überdenken. Dass diese Ausstellung in der Dada-Stadt Zürich stattfindet, ist nur folgerichtig: Oldenburg gilt als einer der wichtigsten Neo-Dadaisten. Diese griffen in den 1950er- und 1960er-Jahren Ideen des Dadaismus auf und verbanden sie mit der Alltags- und Konsumkultur ihrer Zeit. Mit Biss und absurden Kontrasten stellt er den traditionellen Kunstgeschmack infrage.

Die erste posthume Retrospektive in Europa entsteht in Kooperation mit dem Moderna Museet, Stockholm.

Unterstützt von der UBS, Partnerin Kunsthaus Zürich

Claes Oldenburg/Coosje van Bruggen, Knife Ship 1:12, 2008 © The Claes Oldenburg and Coosje van Bruggen Estate Foto: Courtesy Pace Gallery
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Mitglieder an der Vernissage der Ausstellung von Roman Signer, 2025

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Abb. oben: Claes Oldenburg, Geometric Mouse, 1972, Moderna Museet, Stockholm, Schenkung 1973 © Estate of Claes Oldenburg, Foto: Erik Cornelius/Moderna Museet